Das Problem des ununterbrochenen Sitzens
Ob beim Lesen, am Computer, beim Fernsehen oder bei Handarbeiten: Viele Erwachsene ab 45 verbringen täglich sechs bis neun Stunden im Sitzen. Dabei erschlafft die Gesäßmuskulatur, die Hüftbeuger verkürzen sich und der venöse Rückfluss aus den Beinen verlangsamt sich erheblich.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht Ihren gesamten Tag umkrempeln. Es genügt, das Dauersitzen alle 45 bis 60 Minuten für nur zwei bis drei Minuten kurz zu unterbrechen.
Drei 60-Sekunden-Impulse
Stehen Sie auf, öffnen Sie das Fenster und strecken Sie beide Arme weit nach oben aus, als wollten Sie Äpfel von einem Baum pflücken. Ziehen Sie abwechselnd die rechte und linke Hand höher. Drei tiefe Atemzüge nehmen.
Halten Sie sich an der Stuhllehne oder Schreibtischkante fest. Heben und senken Sie 15 Mal zügig die Fersen. Das aktiviert die Wadenmuskelpumpe und transportiert versacktes Blut zurück zum Herzen.
Im aufrechten Stand oder Sitz die Ellbogen anwinkeln und die Schulterblätter hinten fest zusammenziehen, sodass sich die Brust öffnet. 5 Sekunden halten, lösen und 5 Mal wiederholen.
Nutzen Sie natürliche Auslöser für Bewegungspausen: Stehen Sie bei jedem Telefonat konsequent auf und gehen Sie im Zimmer umher. Oder trinken Sie Wasser aus einem kleinen Glas statt einer großen Flasche – so müssen Sie automatisch öfter zur Küche gehen.