Das biologische Zusammenspiel von Reiz und Erholung
In unserer leistungsorientierten Gesellschaft wird Ruhe oft mit Untätigkeit verwechselt. Biologisch betrachtet ist die Erholungsphase jedoch der eigentliche Baumeister unserer Gesundheit: Während wir schlafen, repariert der Körper kleinste Mikrotraumata in den Muskelfasern, füllt die Energiespeicher der Zellen auf und sortiert im Gehirn Eindrücke des Tages.
Wer sich bewegt, aber nicht ausreichend schläft oder permanent unter Anspannung steht, riskiert chronische Erschöpfung und Infektanfälligkeit.
Vier Pfeiler für wohltuende Nachtruhe
- Feste Aufsteh- und Zubettgehzeiten: Die innere Uhr (zirkadianer Rhythmus) liebt Regelmäßigkeit. Stehen Sie möglichst auch am Wochenende zur ähnlichen Zeit auf.
- Schlaffreundliche Temperatur: Ein gut gelüftetes Schlafzimmer mit etwa 16 bis 18 Grad Celsius erleichtert das Absenken der Körperkerntemperatur.
- Lichtkultur am Abend: Vermeiden Sie in den letzten 60 Minuten vor dem Schlafen grelles Blaulicht von Smartphones, Tablets oder Fernsehern. Warmes Leselicht und ein gutes Buch wirken beruhigend.
- Keine schweren Mahlzeiten spät am Abend: Ein schwer verdauliches Abendessen hält Magen und Darm nachts aktiv und stört die Tiefschlafphasen.
Nehmen Sie sich vor dem Einschlafen fünf Minuten Zeit, um den Tag innerlich zu verabschieden: Was war heute schön? Ein gelungener Spaziergang, ein nettes Gespräch am Gartenzaun, die frische Luft? Das lenkt die Gedanken weg von Sorgen hin zu innerer Ruhe.