Achtsame Übungen zu Hause mit Fokus auf ruhige Atmung und Entspannung
Beim Neustart stehen Wohlbefinden und Körperwahrnehmung an erster Stelle.

Das Phänomen der Bewegungspause

Ob ein grippaler Infekt, eine Knie- oder Hüftoperation, private Sorgen oder schlicht ein langer, nasskalter Winter: Es gibt unzählige Gründe, warum eine gewohnte Alltagsroutine unterbrochen wird. Viele Menschen erleben dann ein Gefühl der Resignation: „Jetzt fange ich wieder bei null an.“

Das stimmt jedoch nicht ganz: Der Körper besitzt ein sogenanntes Zellgedächtnis. Bewegungsmuster, Muskelansprachen und neuromuskuläre Verknüpfungen reaktivieren sich bei erneutem Training wesentlich schneller als bei einem kompletten Neuanfang.

Die vier Phasen des klugen Wiedereinstiegs

  1. Phase 1: Das Hineinspüren (Woche 1): Nur 5 bis 10 Minuten Gehen in der Wohnung oder im Garten. Sanftes Kreisen der Gelenke im Sitzen. Keine Leistungsmessung.
  2. Phase 2: Rhythmus finden (Woche 2-3): Feste Tage für 15 Minuten Spazierengehen einplanen. Erste sanfte Aufstehübungen vom Stuhl.
  3. Phase 3: Dauer vor Tempo (Woche 4-5): Die Gehzeit behutsam auf 20 bis 25 Minuten ausdehnen, das Tempo bleibt dabei entspannt.
  4. Phase 4: Sanfte Intensität (ab Woche 6): Leichte Steigungen oder Treppenstufen integrieren, wenn keine Schmerzen auftreten.
Geduld statt Ehrgeiz

Vergleichen Sie sich nicht mit Ihrem Leistungsstand von vor fünf Jahren oder vor Ihrer Erkrankung. Würdigen Sie jeden Tag, an dem Sie Ihrem Körper etwas Gutes getan haben.

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